Calli e campielli

“Vor den Spitzbögen war das Glück vollkommen Angesichts des alten Platzes; unmittelbar seit jenem Augenblick, mit vierzehn Jahren, endeckte ich, dass das, was in Tat und Wahrheit der Schatz von Valvasone darstellt:
Das Grau, das Schwarz, die Stille, das Althergebrachte, die Vokalen des Dialekts” 
Pier Paolo Pasolini (1936)

 

Der historische Zentrum von Valvasone, das sich um das Schloss herum entwickelte, ist bis heute in seinem mittelalterlichem Charakter fast unversehrt geblieben. Viele herrschaftliche Häuser stehen noch in alter Pracht da, zum Teil mit Bogengängen, zum Teil mit Wappen und kleinen Statuen verziert. Malerische kleine Gässlein, führen uns durch die Strassen und kleinen Plätzen des Dorfes.
I
m 2008 wurde Valvasone als eines der schönsten Ortschaften Italiens erkoren.

Es ist schwierig die Gefühle auszudrücken, welche entstehen, wenn das Auge durch dieses unvergessliche Dorf  schweift. Das Gesamtbild mit all seinen Details, das die unbeschreibliche und einzigartige Atmosphäre in Valvasone ausmachen. Dieses Dorf, lädt zu einem Sopaziergang ein, zum Umherschweifen und sich fast in den kleinen Gassen dieses kleinen einmaligen mittelalterlichen Einodes zu verlieren …

 

Wer früher von der Furt des Tagliamento nach Valvasone gelangte, erreichte das Dorf durch die “Via della Rimembranza”, das zum “Borgo di San Antonio” führte. Dort befand sich die Pfarrei des Ss. Antonio Abate und Cristoforo’s, das leider im 1812 vollständig zerstört wurde und seither vollkommen in Vergessenheit geraten ist. In der Nähe der “Via della Rimenbranza” befindet sich das Geburtshaus des Dichters Antonio de Marchi und das derzeitige Altersheim “Fondazione Colledani Bullian”.

Gelangt man zur Ortschaft durch die Via Roma in Richtung Zentrum von Valvasone, trifft man auf das Gebäude der gemeinschaftliche Molkerei (Käserei), das im Jahre 1924 erbaut wurde. Hier sollte die Käseherstellung  weitergeführt werden, die seit dem 1908 sich im Dorf angesiedelt hatte. Wenn man weiter der Strasse langgeht, sieht man das Jagdpavillion der Grafen von Valvason. Der Pavillion beheimatet ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, das die Madonna delle Grazie darstellt, die von einem Ordensbruder der Servita und einem Dominikaner gestützt wird. Weiter vorne befindet man sich  vor dem Palazzo Pinni, an dessen Rückseite sich ein ausschweifender Park befindet und früher den Valvason gehörte.

So gelangt man zum Borgo delle Oche, das jetzt den Largo Piave und den Borgo Alpi teilt. Hier befindet sich ein weiterer Palazzo von Valvasone, das im 18. Jahrhundert als Schenke umfunkitoniert wurde. Wenn man sich dem Dorf nähert, sieht man den Gerinne, der Bachgraben, das die erste äusseren Festungsmauer umkreist und faszinierenden Beispiele von Gebäuden aus dem 17. und 18.  Jahrhundert. Bevor man das Eintrittstor durchquert, das zur Piazza Castello führt, findet man den Parco Pinni. Im Park findet man die Reste eines eckigen Schlosswachturms und die Büste des Dichters Erasmo da Valvason (1528 – 1593).

Durchquert man die Piazza Castello gelangt man zur Via Erasmo da Valvason, das zur Piazza Libertà führt. Früher stand hier ein weiterer Eintrittstor, das die äusseren Festungsmauern abriegelte.

Wenn man in die Seitengässchen einbiegt, die in Richtung Süden dem Bach entlangführen, so gelangt man zur Spinnerei des 18. Jahrhunderts. In der Gegenrichtung läuft man hinter dem Palazzo des Grafen Eugenio wo man klar die “scarsella” (typische Einbuchtung) sehen kann, das der häuslichen Feuerstelle in der Küche diente. Von hier aus gelangt man zum Mühlerad, das vom demselben Bach angetrieben wird.

Wenn man auf der Via Erasmo da VAlvason weiterwandert, so kann man ein Gebäude erkennen, das Elemente aus dem Jugendstil aufweist. Diesem Gebäude gegenüber die Frontseite eines Gebäudes spätes 18. Jahrhundert. Auf der Seite des Doms steht ein Gebäude mit Bogengang, das noch Fenster und Türen von einem Laden aus dem 19. Jahrhundert stammt. Nebenzu wiederum ein Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, der “Casa della Pieve”, das die ehemalige Kapelle San Giacomo aus dem 14. Jahrhundert einverleibt hat. Im Inneren können die Resten der Fresken, den Sockel des Altars und ein kleiner Teil des ursprünglichen Bodens betrachtet werden.

Vom Dom aus betrachtet, das Gebäude, das sich dahinter befindet, hat auf der Fassade Reste von Fresken die geometrische Formen darstellen und aus dem späten 15. Jahrhundert stammen; seitlich des Doms findet man den alten Friedhof, das  seit langem von der Via Rimembranza ersetzt wurde.

Wenn man die Piazza Libertà und Piazza Mercato durchquert, mündet man in der Via San Pietro. Auch diese Strasse weist interessante Gebäude auf. Nebst dem Kirchlein, das aus dem 14. Jahrhundert stammt und den Heiligen Pietro Paolo ed Antonio Abate gewidmet ist, steht ein weiteres Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das eine fast bühnenhafte Fassade aufweist.

Wenn man zum Ortskern aus dem Osten gelangt, so trifft man genau auf das Ende der Via San Pietro. Früher stand heir ein weiterer Turm, das Einlass und Ausgang ins Dorf gewährte. Wenn man zurückkehrt, so findet man auf der gleichen Seite wie die Kirche von San Pietro sieht man im Bogengang die Spitzbögen eines Gebäudes, die Pforte des altertümlichen Hospitals der Heiligen Pietro Paolo ed Antonio Abate. Auf demselben Gebäude kann man ebenfalls zwei Schilder mit dem Roten Wolf der Cuccagna und dem schwarzen Wolf der Valvason erkennen.

Wenn man sich zum ehemaligen Kloster begibt, findet man einen Flügel des Kreuzganges vor. Ebenfalls sind Türpfosten aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. Diese sind an der Ecke mit einem Zopfmsuter aus Pflanzenranken verziert. Sie stammen sehr wahrscheinlich zum Haupteingang der verschwundenen Kirche der Santa Maria delle Grazie.

Vom ehemaligen Kloster  zum Piazza Mercato gelangt man zur Via Cesare Battisti, wo früher ein Gebäude stand, das für die “Domus Curiae” reserviert war. Hier wurde im Namen von Valvason bis zur napoleonischen Zeit das Gesetz gehütet.

  


LISTE DENKMÄLER:

 

Diese Seite benutzt Cookies für die Navigation und andere Funktionen. Die Benutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies auf Ihrem Gerät Weisen ein.